Textos

Warum heiraten, wenn es besser ist, Single zu bleiben?
Der Apostel Paulus wird oft als ein Befürworter des ledigen Lebens betrachtet. In der Heiligen Schrift wird betont, dass der Mensch alles hat, was er braucht, um Gott zu gefallen, einschließlich der Möglichkeit einer ehelichen Gemeinschaft. Christen haben oft Schwierigkeiten, das richtige Gleichgewicht zwischen ihrem Wunsch zu heiraten und ihrem christlichen Lebensweg zu finden. Der Wunsch nach Erfüllung durch Kinder und emotionale Zufriedenheit kann zu Konflikten führen.

Wenn Christen den Wunsch verspüren zu heiraten, berufen sie sich oft auf den biblischen Text, der besagt, dass es nicht gut ist, dass der Mensch allein ist und dass Gott ihm eine passende Partnerin geben wird. Dieser Text enthält auch die Beschreibung, wie Gott Adams Frau schuf. Es ist jedoch interessant festzustellen, dass Adam nicht nach dem Aussehen oder den Eigenschaften seiner Frau gefragt hat, was heute oft entscheidende Faktoren für die Partnerwahl sind. In Wirklichkeit hatte Adam keine Wahl, sondern Gott schuf ihm eine Frau.

Somit stellt sich die Frage, ob es besser ist, ledig zu bleiben, da dieser biblische Text nicht unbedingt dafür spricht, dass die Partnerwahl auf äußerlichen Kriterien beruhen sollte. Es ist wichtig, in der Ehe nicht nur auf das Äußere zu achten, sondern auch auf die persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten des Partners. Die Ehe sollte darauf abzielen, dass zwei Menschen zu einem Fleisch werden und einander in guten und schlechten Zeiten unterstützen.

Insgesamt spricht die Bibel von der Bedeutung der Ehe, aber sie gibt auch Raum für Menschen, die sich dafür entscheiden, ledig zu bleiben. Die Entscheidung, zu heiraten oder nicht, sollte jedoch nicht auf Äußerlichkeiten basieren, sondern auf gegenseitigem Respekt, Unterstützung und Liebe. Es ist wichtig, die individuelle Lebensentscheidung im Einklang mit dem Gotteswillen und den eigenen Überzeugungen zu treffen.

Oli Prestes
Missionar
oliprest
Enviado por oliprest em 29/03/2025


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Imagem de cabeçalho: raneko/flickr